Der Moment bestimmt den Moment
Jeder Moment beeinflusst den nächsten, weil er unsere Wahrnehmung, unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Entscheidungen prägt. Das kann man natürlich auf mehreren Ebenen betrachten. Unsere Gedanken entstehen immer im jetzigen Moment. Was wir gerade erleben, beeinflusst woran wir als Nächstes denken. Wenn wir eine gute Nachricht bekommen, entstehen oft andere Gedanken als nach einer Enttäuschung. Oder ein freundliches Gespräch kann Zuversicht in uns erzeugen, ein Streit kann dagegen Grübeln in uns auslösen. Unsere Gedanken sind natürlich nicht nur Begleiter, sondern oft auch Auslöser von unseren Emotionen und Entscheidungen. Der Gedanke: „Das schaffe ich nie.“ Löst das Gefühl: Unsicherheit aus. Und unsere Handlung wird beeinflusst in dem wir vielleicht früher aufgeben. Oder der Gedanke: „Ich probiere es einfach.“ Löst wahrscheinlich das Gefühl: Mut aus, die Handlung dazu, wir machen natürlich den nächsten Schritt. So können unsere Gedanken den weiteren Verlauf unseres Lebens mitgestalten. Unser Leben verändert sich häufig nicht durch einen einzigen großen Moment, sondern durch viele kleine Momente hintereinander. Eine Entscheidung die wir heute treffen, beeinflusst vielleicht, wen wir morgen treffen, oder welche Fähigkeiten wir entwickeln, vielleicht auch, welche Chancen sich später ergeben. Wir sind nicht völlig von jedem Moment bestimmt. Denn wir besitzen auch die Fähigkeit zur Reflexion. Das bedeutet dann, wir können einen Gedanken bemerken, ohne ihm sofort zu folgen, oder wir können selbstverständlich auch eine Gewohnheit unterbrechen und ebenfalls können wir auf dieselbe Situation unterschiedlich reagieren. Deshalb sollte es vielleicht, der Moment beeinflusst uns stark, aber er legt nicht endgültig fest, was als Nächstes geschieht, heißten. Oder der gegenwärtige Moment ist der Ort, an dem wir unsere Zukunft vorbereiten. Der Moment bestimmt also nicht vollständig den nächsten Moment, aber er schafft die Bedingungen, aus denen unsere Gedanken und unsere Entscheidungen, unsere möglichen zukünftigen Entwicklungen entstehen lassen. Es ist einfach gut, wenn uns bewusst ist, dass der Moment und der dazugehörige Gedanke Einfluss hat, auf das was kommt.