Rücksichtnahme
Rücksichtnahme bedeutet, die Bedürfnisse, Gefühle und Interessen anderer Menschen wahrzunehmen und unser eigenes Verhalten entsprechend anzupassen. Wir lassen andere ausreden, helfen älteren Menschen, halten jemandem die Tür auf oder machen Platz in Bus und Bahn. Im Straßenverkehr lassen wir Fußgänger über die Straße gehen, halten wir Abstand zu Radfahrern oder fahren langsamer, wenn die Situation es erfordert. Gegenseitige Rücksicht ist sogar ausdrücklich ein Bestandteil unserer Straßenverkehrsordnung. In unsere Familien und Freundschaften akzeptieren wir, wenn jemand Ruhe braucht, hören zu und berücksichtigen die Gefühle aller. Bei der Arbeit oder in der Schule respektieren wir andere Meinungen, lassen Kollegen oder Mitschüler zu Wort kommen und versuchen, gemeinsam Lösungen zu finden. In der Gesellschaft zeigt sich unsere Rücksichtnahme beispielsweise durch Hilfsbereitschaft, freiwilliges Engagement und Solidarität. Untersuchungen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zeigen, dass viele Menschen durchaus einen respektvollen Umgang und gegenseitige Unterstützung noch erleben. Online bedeutet Rücksichtnahme, nicht jede Meinung sofort abzuwerten, keine beleidigenden Kommentare zu schreiben und zu bedenken, dass hinter jedem Bildschirm ebenfalls ein fühlender Mensch sitzt. Rücksichtnahme gibt es heute durchaus noch. Sie zeigt sich und vor allem in kleinen alltäglichen Handlungen, wie zuhören, helfen, warten, akzeptieren, Abstand halten und auch an die Bedürfnisse anderer zu denken.