Fantasie und Wissen sind Verbündete
Fantasie und Wissen sind Verbündete. Sie ergänzen sich gegenseitig, statt Gegensätze zu sein. Unser Wissen liefert uns das Material. Je mehr wir über die Welt wissen, desto mehr Bausteine haben wir für neue Ideen. Ein Schriftsteller, Erfinder oder Wissenschaftler kann aus vorhandenem Wissen neue Kombinationen schaffen. Unsere Fantasie verbindet unser Wissen auf neue Weise. Wissen allein beschreibt oft, was Sache ist. Fantasie fragt: Was wäre, wenn? Dadurch entstehen in uns neue Geschichten, Erfindungen, Theorien und Lösungen. Viele unserer wissenschaftlichen Entdeckungen begannen mit unserer Vorstellungskraft, die über das damals Bekannte hinausging. Unsere Fantasie entwirft Möglichkeiten, unser Wissen prüft sie. Unsere Fantasie kann unser Wissen erweitern. Wer von uns, sich etwas vorstellen kann, das noch nicht existiert, sucht oft nach Wegen, es auch Wirklichkeit werden zu lassen. So entstehen neue Erkenntnisse in uns. Ein gutes und sehr bekanntes Beispiel ist Albert Einstein, oft zitiert und überall zu sehen. Er betonte die Bedeutung von seinen Gedankenexperimenten – also seiner Vorstellungskraft – für wissenschaftliche Erkenntnisse. Seine Fantasie half ihm, Fragen zu entwickeln, die später durch Mathematik und Beobachtung untersucht wurden. Vielleicht können wir es so formulieren: Wissen zeigt, was möglich ist. Fantasie zeigt, was noch möglich werden könnte. Deshalb sind unsere Fantasie und unser Wissen oft starke Verbündete: Wissen gibt der Fantasie Halt, und Fantasie gibt dem Wissen Richtung.