Mondfinsternis aus psychologischer Sicht
Eine Mondfinsternis verändert unsere Psyche nach aktuellem wissenschaftlichem Stand nicht direkt. Es gibt keine überzeugenden Belege dafür, dass sie unsere Stimmung, unser Verhalten oder unsere Emotionen biologisch beeinflusst. Trotzdem kann sich eine Mondfinsternis für viele von uns besonders intensiv oder emotional anfühlen. Psychologisch lässt sich das unter anderem durch unsere besondere Aufmerksamkeit, durch unsere Erwartungen und oder auch durch die Symbolik erklären. So ein ungewöhnliches Naturereignis kann dazu führen, dass wir stärker in uns hineinhorchen und Gefühle bewusster wahrnehmen. Wenn wir einer Mondfinsternis zudem die Bedeutung von Veränderung, Loslassen oder Neubeginn geben, kann sie für uns zu einem persönlichen Symbol werden. Das Erlebte ist deshalb nicht „eingebildet“, die Wirkung entsteht jedoch wahrscheinlich eher durch unsere Wahrnehmung und durch unsere Interpretation als durch eine direkte Wirkung des Mondes auf unser Gehirn. Wir können und dürfen eine Mondfinsternis also einfach genießen oder auch ignorieren.